Christian Albrecht

Energieberater des BAFA
Von der Handwerkskammer Halle (Saale) öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Holz- und Bautenschutzgewerbe

Teilgebiet: Feuchte- und Schimmelschäden in Gebäuden

Gutachtenerstellung

Hilfe, ich habe Schimmel !

 

typische Schadensbilder und deren Ursachen:

badfenster kita fallrohr
verschimmelte Fensterleibung eines als Oberlicht ausgebildeten Badfensters
Schimmelpilzbildung unterhalb einer abgehängten Decke infolge einer fehlenden Dampfsperre
Eine der häufigsten Ursachen für Schimmel- und Feuchteschäden: defekte Fallleitungen der Regenentwässerung

Wie entsteht Schimmel?

Die häufigsten Baumängel und Bauschäden entstehen durch Feuchtigkeit.
Möglich ist dies bautechnisch meist durch Starkregenereignisse sowie nicht vorhandene, fehlerhaft verbaute oder defekte Horizontal- und Vertikalabsperrungen.
Andere Ursachen sind beispielsweise Havarien an Grund- und Wasserleitungen, defekte Heizungsrohre, undichte Dächer und Regenrinnen.

Ein weiterer, meist vernachlässigter Verursacher von Feuchte besonders in Wohnräumen ist der Mensch selbst.
Durch sein in den letzten Jahrzehnten geändertes Wohnverhalten wie tägliches Duschen/Baden, WC`s und Waschmaschinen innerhalb der Wohnungen, aber auch ein längerer Aufenthalt in den Wohnungen aufgrund von beispielsweise Bürotätigkeit, Heimarbeit etc. wird in immer größerem Maß Feuchtigkeit in die Gebäude eingebracht.
Überall verdunstet diese und reichert sich in Form von Wasserdampf im Gebäudeinneren an.
Aufgenommen und zwischengespeichert wird dieser durch alle saugfähigen Flächen und Einrichtungen, also Wände, Möbel, Textilien etc.

Doch irgendwann muss diese Feuchte nach außen abgeführt werden, entweder durch komplizierte und technisch meist aufwändige Lüftungsanlagen oder durch die naheliegendste Möglichkeit: die Fenster!

In der Vergangenheit waren in (Wohn)-Gebäuden überwiegend meist undichte Holzfenster mit Einfachverglasungen verbaut.
In Verbindung mit Einzelöfen, die ohnehin eine ausreichende Frischluftzufuhr für den Verbrennungsprozes benötigten, wurde die Feuchte meist unbemerkt nach außen abgeführt.
Erhöhte Feuchtigkeit im Raum zeigte sich insbesondere in den kalten Wintermonaten als Kondensat bzw. Reif auf der Innenseite der Fensterscheiben, taute bei ausreichender Erwärmung im Raum ab und wurde meist im Bereich der Fensterbank "intelligent" nach außen abgeführt oder einfach dort weggewischt.

Immer dichtere Fenster und die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) in Verbindung mit verstärkten Feuchteeintrag durch den Nutzer bewirken eine massive Anreicherung der Wohnfeuchte im Gebäudeinneren.
Nur wenige Wohngebäude sind mit dem Einbau von Be- und Entlüftungseinlagen in der Lage, diese Feuchte eigenständig abzuführen.
Doch etwas haben alle noch: FENSTER!

Die logische Konsequenz scheint klar: Vermehrt lüften!

Doch dann sagen "clevere" Fachleute: "Das Absenken der Raumtemperatur um 1°C spart 6% Energiekosten!"

Folglich wird in vielen Haushalten folgendes praktiziert:

Die Fenster werden (sofern überhaupt!) 1x täglich geöffnet und die Heizung wird so wenig wie irgend möglich verwendet.

Die Konsequenz zeigt sich wie folgt:

Die (in den Morgenstunden ausgetauschte) Raumluft wird zuerst relativ zügig erwärmt.
Durch den Aufenthalt mehrerer Personen im Raum wird in sehr kurzer Zeit viel Feuchte produziert, die durch die Wände sowie die Möbel zwischengespeichert wird.
Irgendwann wird der Punkt erreicht, dass diese "Speicher" gesättigt sind.
Zudem wird es merklich kühler und klamm im Raum, obwohl die Heizung durchläuft.
Die meisten neigen dann doch dazu, die Heizung höherzudrehen, doch da wird logischrweise ja mehr Energie verbraucht!
Einige "lüften" dann kurz durch, sobald es aber im Raum kalt wird, wird das Fenster schnell wieder geschlossen.

Was aber nicht bedacht oder komplett ignoriert wird:
Auch die Wandflächen und Einrichtungsgegenstände müssen die gespeicherte Feuchtigkeit loswerden, um neue aufnehmen zu können.

Erfolgt hauptsächlich in den Abendstunden keine gründliche, ausreichende Ablüftung und damit "Entfeuchtung" der Wände etc., kann es durch die in vielen Heizungsanlagen voreingestellte und von vielen Nutzern durch Herunterdrehen der Thermostate verstärkte Absenkung der Raumtemperatur zum Auskühlen der Wände und Auskondensieren der zuvor "eingelagerten" Flüssigkeit.
Es bildet sich freies Wasser auf der Wandoberfläche, bevorzugt in den ohnehin kühleren Außenecken der Räume.
In Verbindung mit Schmutzpartikeln entstehen dann meist schwarze Stellen in diesen Bereichen.

ERGO BILDET SICH SCHIMMEL !

 

Was kann ich bei Schimmelbefall tun?

Wie oben beschrieben, muss Schimmel nicht zwingend auf fehlerhaftes Nutzerverhalten zurückzuführen sein.
Untersucht werden müssen sowohl die Gebäudesubstanz als auch das Nutzerverhalten.
Erfahrungsgemäß trifft in einer Vielzahl der Fälle beides zu.
Dies zu beurteilen ist meist keine leichte Aufgabe für den Betroffenen.

Während Eigentümer/ Verwalter von Immobilien bestrebt sind, unsachgerechtes Nutzerverhalten als Ursachen des Befalls verantwortlich zu machen,
sollten Mieter nachweisen,dass die Ursachen des Befalls in einer mangelhaften Bausubstanz zu suchen sind.

 

Sie brauchen Hilfe?

Hierzu biete ich Ihnen meine Leistungen wie folgt an:

  • Beratungen zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung in Wohnräumen
  • Beweissicherung
  • Raumklimamessungen zur Dokumentation des Wohn- und Nutzerverhaltens
  • Thermografische Untersuchungen des betroffenen Bereiches
  • Erstellung von Privatgutachten
Kontakt:
Tel:  034462-22095
Fax:  034462-389858
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